Vertrieb führen · 2 Min. Lesezeit
Ruhige Sommerwochen: Arbeit am System statt im System
Ab Mitte Juli klagen viele Vertriebe über dieselbe Flaute: Entscheider sind weg, Termine verschieben sich, die Pipeline ruht. Man kann darüber jammern oder die Wochen nutzen.
Das Tagesgeschäft frisst im Rest des Jahres jede Stunde. Die Sommerwochen sind das einzige verlässliche Zeitfenster für Arbeit am System, und genau die zahlt sich ab September aus.
Drei Projekte, die in den Sommer passen
Erstens die Datenhygiene: Karteileichen archivieren, Ansprechpartner prüfen, jede offene Chance mit nächstem Schritt und Datum versehen. Ein sauberer Trichter im August macht jeden Herbstforecast glaubwürdiger.
Zweitens der Materialbestand: Welche Unterlagen wurden dieses Jahr tatsächlich im Gespräch genutzt? Die Nutzlosen fliegen raus, die zwei wichtigsten werden überarbeitet, mit den Einwänden und Kundenfragen aus dem ersten Halbjahr.
Drittens der Leitfaden: Einwände, Preisfragen und Formulierungen, die sich bewährt haben, gehören jetzt hinein, solange die Erinnerung frisch ist.

Klein halten, fertig machen
Der häufigste Fehler ist das Großprojekt, das im September halb fertig liegen bleibt. Besser drei kleine Vorhaben mit klarem Ende als eine Generalüberholung ohne Abschluss. Fertig schlägt perfekt, gerade im Sommer.
Wer mag, koppelt einen Anreiz daran: Das Team, das seinen Trichter zuerst vollständig gepflegt hat, bekommt den ersten Wiesn-Tisch. Funktioniert erstaunlich gut.